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extra.ordinary clothing

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Wie Jeanne Dupont dem Farbschachtelsyndrom entging

Sie hat nie den aus den Magazinen kaum wegdenkbaren Zusammenhang zwischen Mode und Kleidung nachvollziehen können. Fast ein wenig nervig findet sie es, wenn das Wort ganz spezifisch für Kleidungsstücke und Kleiderkollektionen verwendet wird, und nicht einfach nur korrekt als Synonym für «im Trend» oder so ähnlich. Das kapiert sie überhaupt nicht.

Dupont ist am zufriedensten, wenn ihr ein attraktives textiles Understatement gelingt. Jeanne liebt dieses Spiel.

«Ein Understatement erzeugt meist das grössere Echo als der letzte Schrei, deshalb habe ich mich kürzlich tagelang auf Zehenspitzen durch die Gassen von Mailand geschlichen. Leider aber musste ich feststellen, dass in Italien ein leises Statement zwar leise, aber immer noch in einer anderen Sprache gesprochen wird.»

Fräulein Dupont ist aber kein Mauerblümchen. An gewissen Tagen kleidet sie sich durchaus progressiv. Ihre Suche führte sie weiter nach Paris, wo sie die Boutiquen mit Strassenkarte und Checkliste abklapperte, um sicher zu gehen, dass sie keine auslässt.

«Ich habe sehr vieles gesehen, das zwar „en vogue“ aber nicht unbedingt «en budget» war, und wieder einmal mehr überkam mich die Enttäuschung darüber, dass es für mein ganz einfaches Bedürfnis nicht auch eine ganz einfache Lösung gibt.»

In der Tat, Jeanne Duponts Vorstellungen sind keinesfalls extravagant. Sie ist eine ganz gewöhnliche Frau im Clinch mit dem Kleiderschrank. Sie ist die Frau von Nebenan. Die Frau, die man auf dem Heimweg im Tram trifft, oder vor dem Heimweg in einer Bar.

«Wenn Paris das Problem aus Italien nicht löst, dann kann es nur noch Berlin, habe ich kombiniert und mich zur nächsten Schatzsuche in den Norden begeben. Das Angebot war zugegebenermassen überraschend breit. Alternativ, progressiv, konservativ, provokativ, …iv, …iv,  allein durch den Kauf eines geschneiderten Stoffes hätte ich mir jedes vorstellbare Image aneignen können. Aber was soll das alles? Kleider um sich exklusiv zu machen? Kleider um individuell zu sein? So ein Schwachsinn. Am Ende geht es jedem dieser ach so einzigartigen Käufer wie einem Farbstift in der Farbschachtel. Nur wer in dieser Box drin ist hat das Gefühl anders als die Andern zu sein. Von aussen sieht man vor allem ihre Gemeinsamkeiten.»

«extra.ordinary clothing» ist keine Modeerscheinung und hat nicht den Anspruch einem aktuellen Trend zu entsprechen. Es ist eine kleine aber feine Kollektion, die behutsam wächst und mit etwas Mut auch etwas gewagt getragen werden kann.

«Schlussendlich habe ich erkannt, dass ich beinahe das Unmögliche suchte, das Ordinäre mit einer Prise Extraordinärem. So ein Alltagsding, welches sich wie ein Chamäleon meiner Stimmung anpassen kann. Wäre ich früher über «extra.ordinary clothing» gestolpert, wäre ich zwar nicht so weit in Europa umhergekommen, aber ich hätte dort vielleicht sogar ein Foto gemacht, mit jemandem gesprochen, oder eine Sehenswürdigkeit gesehen, anstatt wie eine gejagte Agentin umher zu rennen, nur um dem Farbschachtelsyndrom zu entkommen.»

Fakten

Farben
Die Kleider sind in Grau erhältlich, weil es alle Farben zwischen Schwarz und Weiss beschreibt. Inklusive diesen, wird Grau auch als achromatische oder neutrale Farbe bezeichnet. Grau, die unbunte Farbe erzeugt keinen farbigen Eindruck und ist deshalb unvergänglich und unterwirft sich keiner Mode.
Weiss auf Schwarz oder Schwarz auf Weiss wird bevorzugt, wenn es etwas zu sagen gibt. Deshalb werden gelegentlich weisse oder schwarze limitierte Editionen, welche schwarz oder weiss bedruckt sind, lanciert.

Material und Schnitte
Zurzeit sind alle Teile aus weicher merzirisierter Baumwolle mit anti-pilling Ausrüstung gefertigt.
Die Schnitte sind klar und authentisch. Sie wurden für den etwas zurückhaltenderen aber selbstbewussten Menschen zwischen 25 - 45 Jahren entworfen.
Die Kollektion wird nicht jedes Halbjahr neu erfunden. Sämtliche Energie wird dafür eingesetzt, beständige und ordentliche Kleidungsstücke herzustellen.
Überraschenderweise können sämtliche Herrenschnitte auch für Damen verwendet werden. Natürlich ist dies je nach persönlichen Vorlieben auch in der Inversion machbar.

Produktion
Gedacht wird in der Schweiz – produziert in Portugal.
Ein Hersteller in Portugal setzt die Entwürfe in höchster Qualität bezüglich Material und Verarbeitung um. Dies unter europäisch fairen Bedingungen und mit der Verpflichtung, soziale und ökologische Verantwortung zu übernehmen.

Verkauf
Alle Produkte können online bestellt werden. Wird eine Bestellung getätigt, geht diese umgehend aus dem Lager in der Schweiz oder dem in Japan. Einige Shops in Japan haben «extra.ordinary clothing» im Sortiment. Dies sind: Urban Research in Shibuya und Kyoto sowie Mahina Miele in Ishigaki.

FAQs

Ich verstehe die Abkürzung FAQ nicht, was bedeutet das?
Willkommen im genau richtigen Bereich der Seite. Sie haben soeben die am häufigsten gestellte Frage uneinholbar auf dem ersten Platz der Rangliste festgenagelt.

Gibt es Jeanne Dupont wirklich?
Wir würden niemals Geschichten frei erfinden. Natürlich gibt es Jeanne. Überall.

Ist der Schnauzbart auf den Fotos echt?
Nein. Es handelt sich auf den Fotos um ein weibliches Model mit einem aufgeklebten Requisitenschnauzbart.

Echt jetzt?
Ehrlich gesagt, wir wissen es nicht. Wir hatten beim Shooting den Mut nicht dies anzusprechen.